Offene Handelsgesellschaft (oHG)

Die offene Handelsgesellschaft (oHG) ist gesetzlich in den §§ 105 ff. HGB normiert. Darunter wird die Verbindung zweier oder mehrerer Gesellschafter verstanden, die ein Handelsgewerbe unter gemeinschaftlicher Firma führen. Ist keiner der Gesellschafter eine natürliche Person, so muss der Zusatz der Haftungsbeschränkung aufgenommen werden (z.B. GmbH & Co. oHG) Die offene Handelsgesellschaft wird im Gegensatz zur GbR in das Handelsregister (Teil A) eingetragen und benötigt einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag, wenn von den gesetzlichen Vorschriften der §§ 110 – 122 HGB abgewichen werden soll. Kennzeichen der oHG sind die grundsätzliche Gleichberechtigung der Gesellschafter (beispielsweise im Gegensatz zur Kommanditgesellschaft, die zwischen Kommanditisten und Komplementären trennt), die Fortführung der Gesellschaft auch bei Ausscheiden eines Gesellschafters (im Gegensatz zur GbR) sowie die relative Freiheit, die Beziehungen im Innenverhältnis der Gesellschafter frei regeln zu können, vgl. § 109 HGB.