Neues Steuerabkommen D-CH wird voraussichtlich Anfang des Jahres 2013 in Kraft treten

Mit dem neuen Abkommen wird ein Regelungswerk kommen, welches vom materiellen Inhalt her die steuerliche Behandlung von Einkünften und Gewinnen aus Kapitalvermögen der Verfahrensweise in Deutschland durch Einführung einer Abgeltungsteuer in Zukunft gleich stellt. Die Nachbesteuerung vorhandener „schwarzer“ Bankverbindungen, also dem Schwarzgeld soll über eine pauschal bemessene Besteuerung erfolgen, welche sich an der Dauer der Geschäftsbeziehung sowie des Anfangs- und Endstandes des Kapitalbestandes orientiert und in Abhängigkeit dieser Daten zu einem Steuersatz zwischen 19 und 34 Prozent führt. Im Unterschied zu den Regelungen zur Selbstanzeige bedeutet dies eine pauschale Besteuerung des Kapitalstocks unabhängig von den tatsächlich erzielten Kapitaleinkünften / -gewinnen.

Was das Verfahren angeht können deutsche Behörden mit Geltung des neuen Abkommens gezielte Auskunftsgesuche stellen, die dann den Namen des Kunden, jedoch nicht zwingend den Namen der depotführenden Bank enthalten müssen. Allerdings wird die Information, dass der Steuerpflichtige in der Schweiz ein dem Finanzamt bislang unbekanntes Konto führt, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht innerhalb der Finanzverwaltung ungenutzt bleiben. Steuerliche Prüfungsanordnungen im Privaten wie auch Geschäftlichen, welche nach den neuen Regelungen über die strafbefreiende Selbstanzeige neuerdings bereits einen die Strafbefreiung ausschließenden Sperrgrund darstellen, werden an der Tagesordnung sein.

In Kombination mit den neuen Regelungen zur strafbefreienden Selbstanzeige wird der Druck auf den „säumigen“ Steuerpflichtigen konsequent Stück für Stück erhöht. Auch wenn mit Einführung der Abgeltungsteuer ab 2013 in aller Konsequenz keine weiteren (neuen) Steuerhinterziehungen mehr im Hinblick auf Kapitaleinkünfte begangen werden können, wird jedoch die Gefahr einer Entdeckung der vergangenen Taten mit Einführung der Auskunftsgesuche sicherlich stark steigen. Wir raten daher bei entsprechendem Handlungsbedarf weiterhin dazu, sich spätestens jetzt zu diesem Thema fachmännisch durch einen hierauf spezialisierten Rechtsanwalt beraten zu lassen und ggf. über die rechtzeitige Durchführung eines Selbstanzeigeverfahrens letzten Endes straffrei auszugehen.