Jost Roth Collegen Rechtsanwälte

Kommanditgesellschaft (KG)

Eine Kommanditgesellschaft (KG) ist ein Unterfall der offenen Handelsgesellschaft (oHG), in der bei den Gesellschaftern zwischen Vollhaftern (Komplementären) und Teilhaftern (Kommanditisten) unterschieden wird. Die KG wird in den §§ 161 ff. HGB normiert. Während der Komplementär im Wesentlichen einem Gesellschafter einer oHG gleichsteht, ist die Position des Kommanditisten schwächer: er haftet nur mit seiner Einlage und ist zur Mitarbeit nicht verpflichtet, ist aber auch von der Geschäftsführung der Gesellschaft ausgeschlossen. Jede Kommanditgesellschaft benötigt mindestens einen Komplementär. Scheidet der letzte Komplementär aus der Gesellschaft aus, so wird die KG aufgelöst oder umgewandelt, wenn keine neuer Komplementär eintritt. Diese Gesellschaft wird wie die oHG in das Handelsregister (Teil A) eingetragen. Ein häufig anzutreffender Sonderfall ist die GmbH & Co. KG. Hierbei handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft, in der eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die Rolle der Komplementärin einnimmt. Diese Rechtsform verbindet daher die Vorteile der Personengesellschaften mit der Haftungsbeschränkung der GmbH. Der Nachteil dieser Rechtsform liegt an der doppelten Buchführung von KG und GmbH, so dass die Verwaltungskosten höher sind als bei einer reinen KG.